Hawesko suchte Gastgeber quer durch Deutschland, die mit Freunden einen netten Dezemberabend verbringen wollten und versprach, dazu die Weine zu liefern. Kostenlos! Und Hawesko hat Wort gehalten. Der Wein traf rechtzeitig vor dem angesetzten Abend ein und die Menge war absolut ausreichend, um auch hartgesottene Sitzenbleiber mit ausreichend Wein zu versorgen. Hier der Link zu den letzten freien Abende: www.wine4dinner.de
Es war ein gelungener Weinabend! Die Frasdorfer Weinfreaks treffen sich in unregelmäßigen Abständen, um neue Weine zu probieren, gemeinsam zu speisen
und über Wein zu philosophieren. Da im Moment jeder Weinfreak das eine oder andere Festtagsmenü in Vorbereitung hat, wollten wir diesmal sehen, wie sich die diversen kulinarischen Ideen mit Wein kombinieren lassen und da kam das Angebot von Hawesko die dazu passenden Wein bereit zu stellen gerade recht.
So hat jeder der Teilnehmer eine Kleinigkeit oder einen einzelnen Gang seines Weihnachtsmenüs in seiner heimischen Küche vorbereitet. Treffpunkt war wie immer eine gemütliche Stube in einem alte Bauernhaus in Frasdorf. Trotz gesundheitlicher Ausfälle waren wir wieder 12 Personen und der Tisch hat sich unter dem vielfältigen Speisenangebot gebogen.
Den Auftakt bildete natürlich der herrliche Tresor Rose von Bouvet. Beim Wein konnten wir es nicht lassen, ein wenig quer zu probieren und für manche Menüideen nach ungewöhnlichen Lösungen zu suchen. So haben wir im Laufe des Abends 10 verschiedene Weine verkostet, aber sowohl der Sauvignon blanc von Los Vascos, aber ganz besonders der Tre von Brancaia wurden einstimmig gelobt. Einerseits für die hohe Qualität, aber auch dafür, dass sich die
beiden Weine als einfach zu kombinierende Speisenbegleiter herausgestellt haben.
Hier nochmals die Liste der Weine, die von Hawesko zur Verfügung gestellt wurde:
Bouvet Ladubay – Tresor Rosé Brut
Ein perfekter Sekt bzw. Cremant, wie die Franzosen sagen. Er kommt von der Loire und gerade der Rosé ist für mich die perfekte Alternative zum Champagner. Bouvet Ladubay gehörte bis vor gar nicht langer Zeit der Familie Taittinger und hat sicherlich von dieser geballten Kompetenz für Prickelndes profitiert. Für 15-16 € bekommt man zwar auch schon einen Champagner, aber nicht mit so einer Qualität…
Los Vascos – Sauvignon blanc 2008
Das Casablanca Valley ist eines der wenigen Quertäler in Chile und somit geprägt von der kühlen Meeresbrise des Pazifik. Deshalb gilt es als ideal für weiße Rebsorten wie Sauvignon blanc und Chardonnay. Ein leichter, sehr frischer Sauvignon blanc mit den typischen Stachelbeer und Wacholderaromen.
Brancaia – Tre 2006
Es ist der Einstiegswein von Brancaia. Die Trauben stammen aus drei verschiedenen Lagen und es sind drei verschiedene Rebsorten vertreten. Schwerpunkt ist der Sangiovese und dazu ein wenig Cabernet Sauvignon und Merlot. Stoffig mit jugendlichen Fruchtaromen und einem ausgewogen Auftritt. Ein vielseitiger Essensbegleiter.
Für die Teilnehmer des Abends hier der Link auf den Bericht bei Wine4Dinner – die Frasdorfer. Die Organisatoren würden sich über entsprechende Kommentare der Teilnehmer freuen…
was sonst noch verkostet wurde…
- Poggio al Tesoro – Vermentino 2007 Solosole
Ein intensives Bouquet mit Ananas, jungen Äpfeln und Melone. Am Gaumen gesellt sich eine schöne mineralische Note und Anis dazu. Viel Frucht, ungemein saftig und doch klingt er überraschend samtig und lang aus. Vielleicht der Beginn einer neue Ära des Vermentino und eine Empfehlung für ein perfektes Dinner.
Hier die Verkostungsnotiz von Michael Liebert und dazu die Einkaufsquellen auf wein.cc!
- van Volxem – Saar Riesling 2007 Alte Reben
2007 war ein Traumjahrgang an der Saar und die viele Arbeit, die man in den letzten Jahren in die Weinberge von van Volxem gesteckt hat, machen sich inzwischen in der Qualität deutlich bemerkbar.
Ein zartes Bouquet mit feinen Aromen von Aprikosen, Mandeln und Pfirsich und dazu mineralischen Schiefernoten. Am Gaumen fasziniert sofort die Cremigkeit dieses Weines, aber auch hier wieder die feinen Fruchtaromen und dazu eine angenehm leichte, elegante Struktur.
Erhältlich bei Pinard de Picard für etwa 15€
- Radoar 2007 – Etza
Der Radoarhof von Edith und Norbert Blasbichler wird nach den Richtlinien von Bioland bewirtschaftet. Er liegt in Feldthurns und stolz verweist man darauf dass es sich um einen Dolomiten-Weinberg handelt. Der Etza wird aus der Rebsorte Müller-Thurgau gekeltert und hat doch so gar nichts mit den Allerweltsweinen zu tun, die wir aus dieser Rebsorte kennen.
Frische Kräuter und helle Früchte prägen den Duft. Am Gaumen saftig frisch und doch mit einer kraftvollen, aber geschmeidig, eleganten Struktur.
Bezugsquelle: Hans Steininger, Aschau, hans-steininger@web.de
Alejandro Fernandez – dehesa La Granja 1998
Der Erstlingswein aus diesem Weingutsprojekt von Alejandro Fernandez in Zentralspanien. Der Wein präsentiert sich inzwischen bereits sehr reif, mit Aromen von Leder, Waldboden und einer reifen Struktur. Aber gerade zu einem Wildgericht eine tolle Empfehlung.
Gerade eben ist der aktuelle Jahrgang 2003 auf den Markt gekommen, immer noch mit einem Preis von unter 10 €.
Hier eine interessante Bezugsquelle: Cielo del Vino, ein Versandhändler aus München, spezialisiert auf spanische Weine!
- Vinosia – Taurasi 2004
Ein Wein, der vor kurzem im Wein-Wisser unheimlich gelobt wurde und die Fruchtaromatik ist wirklich gewaltig. Tiefviolett in der Farbe, dunkle Beeren, Gewürze und Schokolade für die Nase und eine gewaltig dichte, aber bereits angenehm zugängliche Struktur. Getragen wird der Wein von seiner opulenten Frucht.
Einkaufsquellen und Preise unter wein.cc
- Velenosi – Rosso Piceno Roggio del Filare 2005
Zu beziehen, wie alle anderen Weine von Velenosi über www.ronaldi.de.
Dazu noch einen Moscato von Ascheri und eine Rivesaltes aus Südfrankreich, weil die Frage zu klären war, welcher Wein eigentlich perfekt zu Weihnachtsplätzchen passt… Wie gesagt, ein gelungener Abend.





