Ich fand es ja bemerkenswert, dass Twitter ausgerechnet unter den Weinfachleuten und Meinungsträgern eine solche Akzeptanz hatte. Zu Beginn des Jahres gab es einen totalen Run und jeder wollte dabei sein… Inzwischen hat man den Eindruck, dass sich einige der eifrigsten Twitter-Protagonisten zurückgezogen haben.
Sicher, es kann nicht schaden, wenn es mal etwas ruhiger zugeht, denn wenn ich jeden Morgen lesen darf, wer wann aufgestanden ist und dass er sich jetzt erst mal eine Tasse Kaffee macht…
Warum twittern?
Vielleicht ist sich der eine oder andere auch bewusst geworden, dass twittern zwar nichts kostet, aber jede Menge Zeit und Kreativität erfordert. Twittern kostet kein Geld, aber jede Menge Zeit und Aufmerksamkeit.
Also stellt sich die Frage, was bekomme ich dafür? Ich kann mit Twitter kein Geld verdienen… ok! Aber bekomme ich entsprechende Aufmerksamkeit, Reputation, Kontakte?
- Reputation?
- Klicks für den eigenen Blog/Shop?
- Freude am Kontakten?
Wer nicht vorher schon ein entsprechendes Netzwerk hat, muss auch in Twitter einen enormen Aufwand betreiben, ob sich einen Namen zu machen… Und dazu ist das Medium vergänglich und dieser ‘Name’ auch gleich wieder wertlos, wenn man nur mal 2-3 Wochen nicht aktiv ist…. Gute Artikel im Blog ziehen auch noch nach Monaten Leser an!
Klicks für den eigenen Blog? Am Anfang war wohl jeder noch neugierig, heute erstickt wohl fast jeder in der Masse von Links und Anregungen. Wieder das Problem der beschränkten Zeit… Keiner kann noch einer umfangreichen Timeline folgen und wenn man was sucht, dann greift man doch auf Google zurück. Sehr schön zu sehen, bei den Zugriffszahlen auf meinem Blog. Auch bei brandaktuellen Thema wie Gambero Rosso 2010 kommen von 300 Besuchern am Tag nur 2 von Twitter, aber 180 von Google… Und die haben im Schnitt auch noch eine längere Verweildauer.
Vorteile von Twitter
Trotzdem, Twitter ist toll! Nur müssen wir uns wohl noch Gedanken darüber machen, wie wir es einsetzen wollen. Zu posten, wann ich mir meinen Morgen-Cafe aufsetze kann es wohl auf Dauer nicht sein…
Für eine Sache nutze ich Twitter inzwischen gerne.
Bei großen oder kleineren Verkostungen macht man sich Notizen zu den einzelnen Weinen. Mit Twitter zwinge ich mich dazu, mich kurz zu fassen, andererseits auch mich präzise auszudrücken. Ein kleines Programm liest die Notizen in meinen Blog ein und da kann ich die Notizen nach allen möglichen Kriterien durchsuchen. Und ich finde sie wieder…
Aber diese Notizen sind eigentlich privat und laufen über einen Zweit-Account. Ich bin mein einziger Follower…
Blogparade auf Selbständig im Netz
Die Anregung mal was über Twitter und Wein zu schreiben kam durch den Aufruf zur Blogparade von www.selbststaendig-im-netz.de und seinem Blogtrainer. Ein sehr interessanter Blog von dem ich mir schon viele Anregungen geholt hab und der somit seinen Anteil daran hat, dass meine Zugriffszahlen seit einigen Wochen geradezu explodieren…
Aber eigentlich schreib ich viel lieber über Wein!
Ähnliche Artikel:
Es twittert in der Weinwelt Im ersten Moment hab ich mich gewundert, warum Twitter in der Weinbranche so viele Anhänger...
Die bange Frage nach der Weinkarte… Einen großen Teil meiner Arbeitszeit verbringe ich damit, Weinkarten bzw. Weinkartenkonzepte zu entwickeln. Die Steigenberger...
Die deutsche Bahn schlittert auf der Vulkanasche Die Fluggesellschaften sagen wenigstens, dass sie nicht fliegen können. Es ist zwar nicht schön, wenn...
Wikio-Ranking der Weinblogger für Juni 2010 Die Preview mit dem Ranking der Weinblogger bei Wikio ist ja bereits vor einigen Tagen...



