Ein ganz neu entstandenes Weingut unweit von Jerez im tiefen Süden Spaniens. Es liegt zwar nicht weit von Jerez, aber außerhalb des Anbaugebietes für den Sherry und bereits mit völlig anderen klimatischen Bedingungen und einem ganz anderen Boden. Aber lassen wir zuerst die Bilder sprechen:
Ein Rotwein aus Jerez?
Andalusien ist weltbekannt für seinen Sherry, aber dass man unweit der Sherry-Hauptstadt Jerez auch hochkarätige Rotweine anbauen kann, ist auch den Kennern der spanischen Weinszene vollkommen neu.
Huerta del Albala ist ein Traum! Der Traum einer Familie, die seit Jahrzehnten sehr erfolgreich spanische Weine nach Deutschland importiert und daher mit den Gegebenheiten in Spanien und auf dem deutschen Markt gut vertraut ist. Der Traum existierte wohl schon länger, und die unterschiedlichsten Standorte hat man in Erwägung gezogen. Aber letztlich hat man sich für dieses einzigartige Terrain ganz im Süden Spaniens entschieden und in den letzten Jahren mit sehr viel Herzblut ein Vorzeige-Weingut aufgebaut.
Wie man der Website des Weingutes entnehmen kann, besitzt man 225.000 Rebstöcke, die sich wie folgt auf verschiedene Rebsorten verteilen: 60% Syrah, 20% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon und 10% Tintilla de Rota (eine alte, lokale Rebsorte). Die Weinberge liegen zwischen 100 und 250 Meter über dem Meer, und durch den Stausee von Bornos hat man ein ganz spezielles Mikroklima, das zusammen mit den unterschiedlichen Böden die Grundlage für die charaktervollen Weine bildet.
Für Südspanien hat man überraschend viel Niederschläge und durch den kühlen Wind aus den Bergen ist es lange nicht so heiß wie man denkt. Auch in der Nacht kühlt es im Spätsommer und Herbst bereits empfindlich ab. Diese Kombination aus warmen, langen Tagen und kühlen Nächten sorgt für die entsprechende Aromenbildung und Komplexität der Weine.
Selbstverständlich wird komplett mit der Hand gelesen. Unverletztes Lesegut und kurze Transportwege, da das Weingut inmitten seiner Weinberge liegt, sind weitere Bausteine für die Topqualität.
Huerta de Alabala – die Weine
Auch über die Anzahl und Art der Fässer wird auf der Website genauestens informiert, sowohl die Anzahl, die Holzart und auch die Küfer werden genannt: “Beneath the winery we have 1,600 barriques, all produced from French Allier oak, coming from a variety of tonnelleries: 520 Sylvain, 700 Mercier and the remaining 380 are shared between Francois Freres, Francis, Vicard and Demptos Reserva.”
2005 war der erste Jahrgang der in den Verkauf ging, nachdem man die drei Jahrgänge zuvor umfangreiche Experimente durchgeführt hat. Der Keller ist eine Mischung aus sinnvoller Tradition und modernem know-how und Technik. Eben nur dort, wo es auch Sinn macht! Es wird möglichst mit Gravitation gearbeitet und es stehen sowohl temperaturkontrollierte Gärtanks aus Edelstahl, aber auch Holzbottiche aus Allier Eiche zur Verfügung.
Produziert werden vier Weine: Barbazul, ein kraftvoller, ungemein fruchtbetonter Rotwein, der die jugendlich, unbekümmerte Seite der Region zum Ausdruck bringt, die beiden Rotweine und Repräsentanten des Weingutes Taberner und seinem großen Bruder, dem Taberner N° 1. Kompletiert wird das Sortiment mit einem sehr interessanten, zwar nicht billigen aber hochwertigen und ungemein aromatischen Rosado, rein aus Syrah gekeltert, dem BarbaRosa.
Hier geht’s zu den Verkostungsnotizen aller bisher verkosteten Weine und Jahrgänge:
Die Weine von ‘Huerta de Albala’
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