Die Rebsorte ‚Aglianico’ wird oft in einem Atemzug mit Nebbiolo und Sangiovese genannt. Andererseits ist das Potential dieser Rebsorte kaum jemandem bewusst. Dabei ist sie viel älter und hat rund um das Dörfchen Radice bereits Furore gemacht hat, da lagen Brunello und Barolo noch nicht mal in den Windeln. Vor etwas 2.700 Jahren! Sollten Sie die Rebsorte also noch nicht kennen, ist jetzt die beste Gelegenheit für etwas Geschichtsunterricht. Hier in Topform, vom Topwinter.
Tiefdunkles Rubinrot fürs Auge und eine ungemein komplexe Nase: Viel Brombeere, Preiselbeere und Sauerkirsche, dazu etwas Veilchen, schwarzen Pfeffer, Kardamon und Vanille. Im Mund eine gewaltige Wucht, mit viel Extrakt (Sauerkirschen, schwarzen Pfeffer) und kraftvollem Tannin. Aber im Ansatz ist seine Eleganz, die er in einigen Jahren entwickeln wird, bereits zu erkennen. Ein Wein mit Charakter und Geschichte. Der ‚Radici’ gilt als extrem langlebig, 20 Jahre sind kein Problem.
Optimaler Trinkgenuss: 2008 bis 2022
Michael Liebert: 95 Punkte (Preis/Genuss-Wertung)
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Der Klassiker aus dem Hause Mastroberadino ist einer der schönsten reinsortigen Rotweine Italiens. Die Aglianico-Traube ist dubioserweise äußerst unterschätzt, obwohl Di Majo Norante im Molise oder Mastroberadino und Terredora in Kampanien Jahr für Jahr Spitzenweine aus der Traube keltern.
Das tiefdunkle Rot macht schon objektiv viel her und die Nase ist der absolute Wahnsinn! Es beeindruckt mit feinen Beerendüften und ausgeprägter Würze.
Im Geschmack ist sicherlich noch die jugendliche Straffheit tonangebend, lässt aber schon viel Tiefgang durchschimmern. Gute Länge und ebenso gutes Reifepotenzial.