Hendrik Thoma hat es sehr schön formuliert. Es gibt gut Weine, es gibt manchmal sogar richtig große Weine und dann gibt es Weine, die einem berühren. Konsequent wie er ist, hat er jetzt für seine Weinbewertungen den Soul-Faktor eingeführt. Warum ich so aushole? Ich hatte die Tage nochmals die Weine von Domaine Lupier im Glas. Und vielleicht ist dem Falle der Soul-Faktor besser geeignet, die Faszination dieser Weine zu beschreiben, als meine eigene Preis-Genuss-Wertung.
Domaine Lupier – Garnacha-Kult
Klar, die Weine sind nicht gerade günstig und dafür muss eigentlich jeder Wein einen gewissen Punktabzug in Kauf nehmen. Bei einem Preis von über 30 Euro hat man nun mal schon gewisse Erwartungen. Diese dann auch noch zu übertreffen ist nicht ganz einfach. Außerdem war ich mir bei diesen Weinen in der großen Verkostung nicht sicher, ob auch ein Normalsterblicher meine Begeisterung für diese Weine nachvollziehen kann. Es sind keine lauten Weine, es sind eher zarte Weine, auf die man sich einlassen muss.
Mit der Domaines Lupier haben sich zwei Weinverrückte ihren Lebenstraum erfüllt. Über Jahre hinweg haben sie im nördlichen Teil von Navarra Rebparzellen mit alten Garnacha-Reben gesammelt, eine altes Gebäude renoviert, um es als Keller nutzen zu können und mit dem Jahrgang 2008 haben sie ihre ersten Weine auf den Markt gebracht.
Weine, die man vielleicht nicht mit normalen Maßstäben messen kann. Weine, die trotzdem berühren. Weine mit Soul-Faktor.
Domaines Lupier – Garnacha 2008 La Dama
Domaines Lupier – Garnacha 2008 El Terroir
Beide Weine sind reine Garnacha. Der “La Dama” ist der große Wein und der “El Terroir” wohl so etwas, wie der Zweitwein in den großen Chateau von Bordeaux.
Domaines Lupier – die Macher
Ich hatte noch nicht die Gelegenheit die beiden Macher dieser Ausnahmeweine kennen zu lernen, daher belasse ich es bei der äußerst sympathischen Selbstdarstellung.
Domaines Lupier – die Webseite
Ich hoffe, bald aus eigenen Anschauungen berichten zu können…
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