Bewertung und Weininfos:
Bewertung: 94 Punkte (Preis-Genuss) – Preis: 14-16 € – Weingut/Wein: ****/6
Weintypus: Birne, Kräuter, harmonisch weich, trocken, weiß
Region: Piemont (Piemonte)/Italien – Rebsorte: 100% Arneis
Roero Arneis 2008
von Bruno Giacosa (Piemont)
Die Rebsorte des Arneis ist ein Urgestein des Piemont. Das selbe kann man auch von Bruno Giacosa sagen. Und doch war der erste Eindruck von dem Wein, die reinste Enttäuschung. Zurückhaltend wie eine Diva, wollte er nicht zeigen was in ihm steckt. Ein ganz anderes Bild am nächsten Tag: Feine Frucht, Schmelz, verspielt, anhänglich! Lassen Sie ihn entweder noch 1-2 Jahre im Keller oder geben Sie ihm ausreichend Luft. Dekantieren Sie ihn!
Präsentiert er sich im ersten Moment nur mit Aromen von frischem Gras und Paprika, so steht später ein feines Birnenaroma im Vordergrund, das mit Aromen von anderen hellen Früchten und etwas Piment und Kräuter unterlegt ist. Am Gaumen ein sehr feine harmonische Struktur mit einem sehr feinen Schmelz. Ein absolut eigenständiger Wein und ein großes Vergnügen für diejenigen, die diese Diva zu bändigen wissen.
Optimaler Genuss: 2011 bis 2014
verkostet: am 20.09.2009 im neutralen Verkostungsraum
gesehen bei: www.ronaldi.de
weitere Auszeichnungen: Weingut des Jahres (Gambero Rosso 2010)
Link zum Weingut: www.brunogiacosa.it
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Lieber Herr Liebert!
Ich kann Ihren Eindruck nur bestätigen! Wir haben jüngst einige Vertreter aus dem Piemont im Familienkreise verkostet, darunter auch Giacosas Arneis 2008. Aufgrund des Renommees dieses Winzers (Weingut des Jahres im Gambero Rosso) war ich sehr gespannt auf seinen Roero Arneis – noch dazu als Fan dieser Rebe.
Was soll ich sagen: Nach dem Öffnen eine doch überraschende Langeweile, der Wein zeigte sich völlig verschlossen. Es ging dann weiter mit der Verkostung und nach Abschluss, so ist es Tradition bei uns, wurden die Reste der verkosteten Weine je nach Präferenz getrunken.
Und nun, nach 2 Stunden Kontakt mit der Luft, zeigte der Roero Arneis seine wahre Klasse. Gerade die klaren Birnentöne waren sehr attraktiv und die Säure sorgte nun für einen ausgewogenen und spannenden Geschmack.
Nie zu früh die Flinte ins Korn werfen
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Heck.
Danke für die moralische Unterstützung! lach! Bei einem Arneis hätte ich ein solches Verhalten einfach nicht erwartet… Aber schön zu hören, dass es nicht nur mir so geht…