Es sind die drei größten Weinbauländer der Welt: Spanien, Italien und Frankreich. Und in jedem dieser Länder sind wir in einer eher ungewöhnlichen Region fündig geworden, Andalusien, Apulien und Cahors. Die drei Weine sind absolut eigenständig und doch haben sie vieles gemeinsam…
Es sind relativ junge Betriebe, teils Quereinsteiger, die mit ihren Weinen, den jeweiligen Charakter der Region rüberbringen wollen. Sie haben bestens ausgestattete Keller und bestes know-how zur Verfügung, aber bei der Grundlage ihrer Weine, bei den Rebsorten, da setzen sie auf die Tradition. Und sie vermitteln, dass sie Spaß daran haben, solche Weine präsentieren zu können. Und diesen Spaß, kann man schmecken…
Bei einer kleinen Vergleichsprobe, haben sich diese drei Weine wieder als Preis-Genuss-Wunder bestätigt:
Spanien – Andalusien
Barbazul 2007
Die beiden großen Brüder gelten zu Recht als die besten Weine der Region, aber mit der neuen Einstiegsqualität hat man unglaublich viel Trinkspaß für wenig Geld in die Flasche gebracht. Die Basis bildet die regionale Rebsorte Tinta di Rota, ergänzt durch Syrah und Merlot. Ungemein fruchtbetont, kraftvoll, aber eben auch mit einer saftigen Frische. Bei Vinopolis für 8,70 € im webshop entdeckt.
Hier eine ausführliche Verkostungsnotiz
Italien – Apulien
Anarkos 2008
Ein kleiner Anarchist aus Apulien, aus den regionalen Rebsorten Negroamaro und Malvasia Nero. Ihn findet man im Angebot von Ronaldi für gerade 4,45 €.
Bei mir bekam er 100 Punkte für das Preis-Genuss-Verhältnis: “…Ein intensives, sehr saftiges, frisches Bouquet mit den Aromen von reifen Brombeeren, Heidelbeeren und ein wenig Pflaume. Am Gaumen ungemein fruchtbetont, aber dabei samtig weich, und mit einer herrlichen Saftigkeit unterlegt…”
Hier eine ausführliche Verkostungsnotiz
Frankreich – Cahors
Cedrus 2006
Das Weingut Le Cedre von Pascal Verhaeghe ist den Insidern der Region ein Begriff. Mit seinem neuen Wein, ein fast reinsortiger Malbec wie seine großen Brüder auch, hat er einen tollen Einstiegswein geschaffen. Von ihm hab ich weder ein Foto noch eine ausführliche Weinbeschreibung, aber die findet man auf der Seite von Pinard de Picard. Dort kostet er 6,95 €
Sie wollen eine konkrete Weinempfehlung? Mail an michael.liebert@wein-uni.de (Telefon-Nr. nicht vergessen, für etwaige Rückfragen…)



