Wenn man die Reaktionen der Blogger rundum zusammen fasst, dann scheinen gerade alle darauf zu warten, dass sich ein TV-Sender dem Thema Wein annimmt. Herr Scheuermann hat auf drinktank am Mittwoch sehr ausführlich über die Moderatorin Jennifer Knäble (siehe Bild) und mich berichtet und heute einen Artikel über die Produktionsfirma nachgeschoben. Herr Ultes hat ausführlich über mich recherchiert und Herr Pleitgen hat ganz allgemein mal aufgegriffen, wie solche Sendung zustande kommen.
Der einzige übrigens von den drei Bloggern, der das Gespräch mit mir (nachdem er den ersten Bericht geschrieben hatte…) gesucht hat, war Alexander Ultes.
Die Recherche von Herrn Scheuermann kann ich insoweit bestätigen, Frau Jennifer Knäble macht normalerweise ganz andere Formate und behauptet auch gar nicht, dass sie von dem Thema Wein Ahnung hätte. Das ist auch immer wieder sehr erfrischend und bewahrt die Sendung davor in die Fachsimpelei abzugleiten. Auch die Tatsache, dass die zuständige Redakteurin, Frau Katrin Winter keinen tieferen Einblick in die Welt des Weines hat, wäre kein Problem, wenn man von Seiten des Senders nicht eine solche Erwartungshaltung aufbauen würde. Schon der Titel “100% Wein”
Es stimmt, ursprünglich war eine Sendung über Wein geplant, die auch mal etwas tiefer in die Materie einsteigt und darauf bezieht sich auch noch die Pressearbeit. In der Umsetzung hat man sich dann oft nicht getraut und versucht eine für jedermann verständliche Sendung zu kreieren. Damit stellt sich die Frage, ob wir Weinfreaks, die nun in ihren Blogs darüber berichten und wohl auch die Leute, die diese Blogs lesen, überhaupt die Zielgruppe sind, die man mit einer solchen Weinsendung erreicht und erreichen will?
Herr Pleitgen hat mit seiner Analyse dahin gehend recht, dass es für so eine Produktion immer den/die Werbepartner geben muss. Interessanterweise hat er die Frage nach dem Werbepartner dieser Sendung nicht vertieft… Da sich auch n-tv zu diesem Thema bedeckt hält, warten wir bis morgen, bis wir die Auflösung bekommen.
Um es hier noch einmal klar zu stellen: Meine Geschmacks- und Aromaschule ist ein Bestandteil der Sendung, aber noch nicht einmal diese Teile habe ich bisher gesehen. Für die Konzeption und für die Umsetzung vor Ort zeichne ich nicht verantwortlich. Aber ich bin gespannt und freu mich, dass das Thema Wein von einem Sender wie n-tv aufgegriffen wird. Sehen wir es einfach mal als ersten Test. Ich werde versuchen, die anschließende Diskussion zusammenzufassen, damit der Sender die Möglichkeit hat, das Format entsprechend weiter zu entwickeln.
Hier nochmal die Sendetermine:
- 29.11.08: Mosel
- 06.12.08: Pfalz
- 13.12.08: Österreich
- 20.12.08: Toskana
- 27.12.08: Bordeaux
- 03.01.08: Baden
immer Samstags um 18:30 Uhr auf n-tv (Wiederholung jeweils am Sonntag um 12:30 Uhr und Dienstag um 00:15 Uhr)
Nachtrag:
Ich kann ja gar nicht so schnell schreiben, wie die Herrn hier neue Erkenntnisse nachschieben. Herr Scheuermann hat inzwischen in seinem Blog veröffentlicht, wer der Werbepartner ist: 100% Wein: powered by Hawesko.
Damit ist auch die Liste der besuchten Weingütern bekannt. Somit hier nochmals die Sendetermine mit den jeweiligen Weingütern, wie von Hawesko laut Herrn Scheuermann bestätigt:
- 29.11.08: Mosel (Dr. Loosen, Urbanshof und der Margarethenhof in Ayl)
- 06.12.08: Pfalz (Becker und von Buhl)
- 13.12.08: Österreich (Esterhazy und J. Heinrich)
- 20.12.08: Toskana (Antinori und Gabbiano)
- 27.12.08: Bordeaux (Moueix und Domaine de Courteillac)
- 03.01.08: Baden (Dr. Heger und Ehrenstettener Winzerkeller)
immer Samstags um 18:30 Uhr auf n-tv (Wiederholung jeweils am Sonntag um 12:30 Uhr und Dienstag um 00:15 Uhr)
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Hallo Herr Liebert,
was die Kontaktaufnahme mit Ihnen betrifft, gab es, zu dem Zeitpunkt als Sie mir eine Mail schickten und auf meinem Blog kommentierten bereits eine gewisse Arbeitsteilung zwischen den Akteuren. Da ich wusste, dass Alexander Ultes sich (letztlich ja auch erfolgreich) um ein Gespräch mit Ihnen bemühte und darüber schreiben würde, habe ich mich vor allem um den Sender und die Produktionsfirma gekümmert und das war mühsam genug. Ausserdem gings ja auch noch darum den Sponsor rauszubekommnen. Auch das war Arbeit genug; denn so richtig freiwillig sagen mochte einem das alles niemand. Irgendwie umwehte das Ganze ein gewisser Hauch von Geheimniskrämerei.
Gruss Mario Scheuermann
Nach der zweiten Sendung wurde zwar von Mario Scheuermann bekrittelt, dass es sich bei dem vorgestellten Saumagen-Rezept um eine sehr moderne, sehr magere Variante handelt, aber ansonsten blieb es an der Kritikerfront erstaunlich ruhig. Laut den Einschaltquoten kam die Sendung am Samstagabend und am Sonntagmittag wieder sehr gut an…
Michael Liebert